LeistungsspektrumZurück zur Übersicht

Was ist Rheumatologie?

Die Rheumatologie befasst sich im engeren Sinne mit den entzündlichen (häufig "autoimmun", d.h. gegen den eigenen Körper gerichtet) Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wobei auch Blutgefäße ("Vaskulitis"), Muskelgewebe ("Myositis") oder Sehnenstrukturen ("Enthesitis") betroffen sein können.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

  • entzündliche Gelenkerkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritits, früher: primär chronische Polyarthritis)
  • entzündliche Gefäßerkrankungen (z. B. Polymyalgia rheumatica)
  • Autoimmunerkrankungen (z. B. systemischer Lupus erythemadodes, Sklerodermie, M. Sjögren)
  • entzündliche Muskelerkrankungen (z. B. Polymyositis)
  • hormonell oder stoffwechselbedingte Gelenkerkrankungen
  • Krankheiten, die mit Immunmangelzuständen einhergehen
  • Unterscheidung von Arthrose oder weichteilrheumatischen Krankheitsbildern von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
  • Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Knochenaufbaus (z.B. Osteoporose)
  • Einleitung, Fortführung und Überwachung von Basistherapien (langwirksame, sog. krankheitsverändernde Medikamente)
  • Behandlung mit Biologika
  • Infusionstherapien

Untersuchungsmethoden

Labor

Laborwerte gehören zur Basisdiagnostik in der Rheumatologie. Es geht insbesondere um die Untersuchung hinsichtlich Entzündungszeichen und spezieller Autoantikörper. Auch die Werte hinsichtlich Blutbild, Leber- und Nierenfunktion (auch Urin) sind wichtig. Wenn bereits Entzündungszeichen (BSG, CRP) vorliegen, bringen sie diese mit. Die speziellen Untersuchungen veranlassen wir dann ohnehin im Rahmen des Sprechstundentermins. Zur Blutabnahme müssen Sie im Regelfall nicht nüchtern sein.

Ultraschall Gelenke

Der Ultraschall ist eine nebenwirkungsfreie, kostenarme und fast unbegrenzt zu wiederholende Untersuchung, die mittlerweile an fast jedem Organ eingesetzt werden kann. An den Gelenken kann mit dieser Methode geprüft werden, ob sich in der Gelenkkapsel Flüssigkeit befindet oder ob die Gelenkoberfläche entzündet ist. Auch Sehnenstrukturen können mit Ultraschall untersucht werden.

Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie/MRT, Szintigraphie

Diese Untersuchungen können nicht bei uns durchgeführt werden. Falls erforderlich, werden Sie zu einem Spezialisten (Radiologin/Radiologe) überwiesen.

Bei den Röntgenuntersuchungen geht es um die anatomische Darstellung von Gelenken und Knochen, um zu prüfen ob rheumatypische Veränderungen zu erkennen sind. Dies dient entweder zur Diagnosestellung einer Rheumakrankheit oder zur Verlaufskontrolle bei schon gesicherter entzündlicher Rheumakrankheit. Der Vorteil der Kernspintomographie (zumeist mit Kontrastmittelgabe) ist die Darstellung von Entzündungszeichen. Die Szintigraphie wiederum untersucht das komplette Skelettsystem und gibt durch Aktivitätsanreicherung (mittels Einspritzen einer radioaktiven Substanz) Hinweise für eine entzündliche Rheumakrankheit.

Hinsichtlich der Notwendigkeit solcher Untersuchungen ist immer das Strahlenrisiko (entfällt bei der Kernspintomographie) und der zu erwartende Nutzen einer Untersuchung abzuwägen.

Gelenkpunktion

Bei unklaren Gelenkentzündungen kann die Gelenkpunktion und die Gewinnung von Gelenkflüssigkeit (Synovia) sehr hilfreich sein, um das Krankheitsbild besser einzuordnen. Prinzipiell ist nahezu jedes Gelenk des menschlichen Körpers mit einer Punktion zugänglich. Unter keimfreien Bedingungen wird dabei mit einer dünnen Nadel in die Gelenkregion eingegangen und eventuell vorhandene Flüssigkeit abpunktiert. Auch zur Behandlung eines entzündeten Gelenkes kann eine Punktion sehr hilfreich sein, da man auf diesem Wege ein antientzündliches Medikament in konzentrierter Dosis direkt an den Ort des Geschehens bringen kann. Die Spritze selbst verweilt nur für wenige Sekunden im Gelenk. Sollten sich allerdings große Flüssigkeitsmengen im Gelenk befinden, kann dies die Punktion natürlich verlängern. Nebenwirkungen für den Gesamtorganismus sind sehr selten.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose bedeutet einen vermehrten Abbau des Knochengerüsts. Wegen ihres langsamen, schleichenden Verlaufs - zunächst ohne Krankheitszeichen- erkennt man diese Erkrankung meistens erst an ihren Folgen: Knochenbrüche ohne äußere Gewalteinwirkung, die vor allem Rückenwirbel, Oberschenkelhals und Unterarm betreffen. Dies bedeutet: chronische (Rücken)Schmerzen, eingeschränkte körperliche Beweglichkeit und Belastbarkeit.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte, Frauen nach den Wechseljahren, aber auch Menschen mit Fehlernährung (calciumarme Kost), Vitamin-D-Mangel (wenig Sonnenlicht), anderen Erkrankungen (Rheuma, chronische Darmentzündungen) und Menschen, die auf die Einnahme von bestimmten Medikamenten (z.B. Cortison) angewiesen sind.

Bei Frauen nach den Wechseljahren bewirkt der Mangel an eigenen Hormonen (Östrogene) einen nachlassenden Schutz vor Knochenabbau. Kommen dann weitere Risikofaktoren hinzu, steigt das Risiko deutlich.

Jede 10. Frau erleidet eine Osteoporose.

Risikofaktoren

  • frühe Wechseljahre
  • Untergewicht (BMI < 20)
  • Osteoporose in der Familie
  • Cortisonbehandlung
  • höheres Lebensalter
  • Rheumaerkrankung
  • weibliches Geschlecht
  • Bewegungsmangel
  • Epilepsie
  • Entfernung des Magens
  • Knochenbrüche
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • übermäßiger Genuss von Kaffee, Alkohol und Zigaretten
  • Überfunktion der Nebenniere oder der Nebenschilddrüse
  • Mehr als 1 Sturz in den letzten 12 Monaten
  • Einnahme von bestimmten Diabetesmedikamenten

Untersuchungsmethoden

Knochendichtemessung DXA

Einfache, schnelle, strahlenarme und sehr verlässliche Methode, die Knochendichte zu messen. Bitte beachten Sie auch die ergänzenden Informationen in der Rubrik "Osteoporose". Die Kosten für diese Leistung werden in der privaten Krankenversicherung zumeist erstattet, bei gesetzlich Versicherten werden die Kosten im Regelfall nicht übernommen.

Röntgen

Diese Untersuchung kann nicht bei uns durchgeführt werden. Falls erforderlich, werden Sie zu einem Spezialisten (Radiologin/Radiologe) überwiesen.

Neben der Knochendichtemessung kann auch die Röntgenuntersuchung Hinweise auf eine bestehende oder sich entwickelnde Osteoporose geben, häufig im Rahmen der Abklärung von Rückenschmerzen. Die Knochendichtemessung (DXA-Methode) sollte sich aber unbedingt anschließen, da diese Methode die stärkste Aussagekraft hat.

Labor

Laborwerte sind wichtig bei der Abklärung einer Osteoporose. Es geht insbesondere um die Untersuchung hinsichtlich Entzündungszeichen, Blutbild, Eiweiß (Elektrophorese), Enzyme (alkalische Phosphatase), Blutsalze (Kalzium, Phosphat) und spezielle Stoffwechselparameter und Hormone (Vitamin D, Parathormon, Testosteron, Ostase, Osteocalcin, Schilddrüse).

Falls erforderlich, veranlassen wir diese speziellen Untersuchungen im Rahmen des Sprechstundentermins. Zur Blutabnahme müssen Sie im Regelfall nicht nüchtern sein.

Vorbeugung & Kosten der Untersuchung

Bei der Vorbeugung spielen eine knochenfreundliche Ernährung und ausreichende Bewegung eine wichtige Rolle. Das Wissen über den Zustand Ihrer Knochenstruktur und eine fachkundige Beratung können dazu beitragen, Ihr Osteoporoserisiko zu minimieren.

Seit Januar 2014 werden die Kosten einer Knochendichtemessung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen „zum Zweck der Optimierung der Therapieentscheidung, wenn auf Grund konkreter anamnestischer und klinischer Befunde eine Absicht für eine spezifische medikamentöse Therapie einer Osteoporose besteht“.

Bei einer vorbeugenden Untersuchung der Knochendichte ist diese Bedingung nicht erfüllt, so dass sie eine Selbstzahlerleistung ist.

Wenn Sie diese Zusatzleistung in Anspruch nehmen wollen, entsteht zwischen uns ein privates Behandlungsverhältnis. Die Vergütung richtet sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ 96).

Die Kosten für die Untersuchung betragen € 48,97
(GOÄ-Ziffer 5475. 2,8-fach).

"Sprechen Sie uns an, wenn Sie die Früherkennungsuntersuchung auf Osteoporose durchführen lassen möchten."

Was ist Hämatologie?

Die Hämatologie befassen sich mit der Untersuchung und Behandlung von (auch gutartigen) Blutkrankheiten.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

  • Behandlung chronischer Leukämien ("CLL, CML")
  • Abklärung Blutbildveränderungen
  • Abklärung Blutarmut
  • Eiseninfusionen
  • Bluttransfusionen
  • Behandlung sog. myeloproliferativer Erkrankungen (z.B. Polyzythämia vera)
  • Behandlung sog. lymphoproliferativer Erkrankungen (z.B. Non-Hodgkin-Lymphome, M. Hodgkin)
  • Chemotherapien (in unserer Tagesklinik)

Untersuchungsmethoden

Knochenmarkpunktion

Zur genaueren Untersuchung des blutbildenden Systems kann eine Knochenmarkuntersuchung erforderlich sein. Diese Untersuchung ist nicht zu verwechseln mit einer Punktion des Rückenmarkwassers (Liquorpunktion). Für die Knochenmarkpunktion wird am hinteren Beckenkamm (oberhalb des Gesäßes) eine lokale Betäubung gespritzt und anschließend mit einer etwa 1-2 mm breiten Nadel unter keimfreien Bedingungen eine Gewebeprobe aus dem Knochenmark sowie Knochenmarkblut entnommen. Eine solche Punktion dauert etwa 5-10 Minuten. Ein sehr kleines Risiko besteht bezüglich der Risiken Nachblutung und Infektion. Das entnommene Material wird anschließend gefärbt und mikroskopisch ausgewertet.

Labor

Da es in der Hämatologie ja vor allem um Blut geht, sind natürlich Laboruntersuchungen eine der Grundlagen in der Abklärung. Unter Umständen sind spezielle Untersuchungen erforderlich, wofür wir auch Blutproben in Fachlabore versenden. Zur Blutabnahme müssen Sie im Regelfall nicht nüchtern sein.

top